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Galerie: Vorstellung Toyota Prius

Vorstellung: Toyota Prius

Unter vier

14.01.2009

Toyota zeigt auf der Detroit Moto Show den Prius III. Das Hybrid-Sparauto kommt im Sommer in komplett neuem Gewand und mit neuer Technik nach Europa. Der Verbrauch soll bei unter vier Litern pro 100 Kilometern liegen.

Hybrid-Erfahrung haben die Japaner, das ist bekannt. So kam der erste Prius bereits 1997 auf den Markt. Diese Baureihe entwickelte sich in den letzten Jahren vor allem in den USA zum Verkaufs-Renner, so dass die Japaner zeitweise mit der Produktion nicht mehr nachkamen. Derzeit wird allerdings von einem akuten Kaufrückgang berichtet, was angesichts des bevorstehenden Generationswechsels wenig verwunderlich ist.

Kein Designsprung

Alles okay also, an der Hybridfront? Ja. So kann der neue Prius laut Toyota nämlich alles besser. Aussehen auch – zumindest ein wenig. Denn grundlegend hat sich das gewöhnungsbedürftige Aero-Blechkleid nicht verändert, auch wenn alle Teile des Prius III neu sind. Aber die Karosserieform scheint tatsächlich Vorteile zu haben. So sank der Cw-Wert durch Feinschliff auf erstaunliche 0,25.

Kräftiger Otto

Galerie: Vorstellung Toyota PriusTechnisch wurden beim neuen Prius ebenfalls die meisten Teile erneuert. Der Verbrennungsmotor wuchs von 1,5 auf 1,8 Liter Hubraum. Die Leistung stieg von 78 auf 98 PS. Grund für die Hubraum- und Leistungsanhebung ist laut Toyota die Reduzierung der durchschnittlichen Motordrehzahl durch mehr Kraft. Das soll vor allem dafür sorgen, dass auch flottere Autobahnfahrten den Spareffekt nicht ins Gegenteilige verschieben, so wie bislang. Dennoch wird auch der neue Prius das größte Sparpotenzial im innerstädtischen Betrieb haben. Da kommen das stufenlose Automatikgetriebe und die Start-Stopp-Funktion sehr gelegen.

Außerdem soll das Hybridmodul rund 20 Prozent an Gewicht verloren haben und eine bessere Performance bieten. 80 PS Leistung gibt Toyota für den Elektromotor alleine an. In Kombination mit dem Verbrennungsmotor errechnen die Japaner eine Gesamtleistung von 134 PS, einfach addieren funktioniert nicht. Zur besseren Energierückgewinnung beim Bremsen und im Schubbetrieb hilft eine neue elektronische Steuerung.

Vier Fahrmodi

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Neu: Neben dem bekannten Standard- und Elektromodus, der den Prius bis zu 1,6 Kilometer emissionsfrei durch die Stadt summen lässt, gibt es jetzt einen Eco- und einen Power-Modus, den Lexus beispielsweise im LS 600 H hat. Letzterer verändert die Gaspedalansprache und soll für ein sportlicheres Fahrgefühl sorgen – wollten das Prius-Fahrer? In etwas über zehn Sekunden stehen 100 km/h auf der Uhr, erst jenseits der 180 km/h macht der Hybridmotor schlapp.

Aber Prius kauft man sich hauptsächlich wegen des geringen Benzinverbrauchs. Der Eco-Modus ist daher speziell auf eine sehr ökonomische Fahrweise ausgelegt und hilft, den Spritverbrauch unter die Vier-Liter-Marke zu drücken. Der CO2-Ausstoß wird damit unter 100 Gramm liegen und die Werte des Honda Insight (LINK) deutlich unterbieten.

Mehr Platz

Galerie: Vorstellung Toyota PriusEin kompakteres Batteriepaket soll für mehr Kofferraumvolumen sorgen. Über mehr Platz dürfen sich fortan auch Hinterbänkler freuen. Denn trotz nahezu unveränderten Außenabmessungen (Länge 4,46 Meter, Breite 1,75 Meter und Höhe 1,49 Meter) wurde die Dachlinie nach hinten verlängert, was dem Kopfraum zugute kommt. Zudem wächst der Knieraum dank filigranerer Vordersitze.

In der ersten Reihe fällt vor allem das neu gestaltete  Cockpit und die schwebende Mittelkonsole auf. Das Kombiinstrument mit Digitalanzeige wurde beibehalten. Neu ist das Multifunktionslenkrad von dem aus sogar die Innenraumtemperatur geregelt werden kann. Einige Innenraummaterialien wurden laut Toyota aus CO2-neutralem Kunststoff auf Pflanzenbasis hergestellt.

Neue Ausstattungsdetails

Galerie: Vorstellung Toyota PriusEin Schiebedach mit integrierten Solarzellen – gibt es bei Audi übrigens seit Jahren – sammelt Strom für die Innenraumbelüftung. Diese springt bei geparktem Fahrzeug und hoher Außentemperatur an und lässt die Luft zirkulieren. Zudem kann die Klimaanlage via Fernbedienung schon von der Ferne aus aktiviert werden, ohne den Verbrennungsmotor zu starten. Dadurch benötigt sie beim „Warmstart“ nicht so viel Energie. Für die kalten Tage sorgt ein neues Motor-Kühlsystem mit der Wärme des Abgassystems für ein schnelles Erwärmen von Motor und Innenraum.

Sicher ist sicher

Ziel der Ingenieure war es, den Prius III auf allen Weltmärkten zum Klassenprimus in Sachen Sicherheit zu trimmen. Er verfügt daher immer über aktive Kopfstützen, mindestens sieben Airbags und beispielsweise ESP.

Bislang gibt es den Prius II ab 25.150 Euro. Der Neue wird sicherlich nicht unter 26.000 Euro zu haben sein. Das könnte den Weg für den günstigeren, dafür aber auch nicht ganz so sparsamen, Honda Insight ebnen. (mb)

 
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