Auto Salon Genf 2010
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Galerie: Vorstellung Volvo S60

Vorstellung: Volvo S60

Menschenfreund mit Mumm

16.02.2010

Zur Jahresmitte 2010 kündigt Volvo sein neues Mittelklasse-Premium-Automobil S60 an. Der Weltöffentlichkeit wird der Schwede, der im belgischen Gent vom Band laufen wird, erstmals im schweizerischen Genf präsentiert. Neben ausschließlich turbobeatmeten Triebwerken soll auch neuartiges Fußgänger-Erkennungssystem überzeugen können.

So bieten die Schweden, die demnächst von Ford an die Chinesen abgegeben werden, insgesamt acht Motoren an. Zum Markstart kommen vier Aggregate zum Einsatz, je zwei Otto- und Dieseltriebwerke.

Alle Motoren neu

Allesamt sind neu und oder im Vergleich zu den aktuellen Volvo-Motoren überarbeitet. Geändert wurde auch die Nomenklatur. So heißen die Benziner beim neuen T3, T4, T5 und T6; eine Ausnahme macht der von Beginn an erhältliche 2.0 T, der auch exakt so heißt. Dabei handelt es sich um einen neuen Direkteinspritz-Turbo, der von Ford beigesteuert wird und im gelifteten S-Max und im komplett neuen Focus zum Einsatz kommen wird.

Volvo S60 203 PS leistet der Vier-Zylinder-GTDI (Gasoline Turbocharged Direct Injection) und bringt es auf 320 Newtonmeter Drehmoment in der Overboost-Funktion. Im S 60 verspricht Volvo eine Sprintzeit von 7,7 Sekunden und eine Top-Geschwindigkeit von 235 km/h. Mit Doppelkupplungs-Getriebe Power-Shift verlangsamt sich die Mittelklasse-Limousine um 0,5 Sekunden und erreicht fünf km/h früher sein Maximaltempo. Der Verbrauch soll weniger als acht Liter betragen.

Darüber rangiert der ebenfalls zwei Liter große T5 mit 240 PS und 340 Newtonmeter Drehmoment. Als 180-PS-Turbo kommt der T4 mit aufgeladenem 1,6 Liter-Triebwerk zum Kunden. Die Basis wird ein 150-PS starker T3 machen, der denselben Grundmotor besitzt. T3, T4, T5 und 2.0 T sind Vier-Zylinder.

T6 mit 304 PS und Allrad

Volvo S60 Top-Aggregat ist nach wie vor ein Reihen-Sechs-Zylinder-Turbo, der in komplett überarbeiteter Version aus seinen drei Litern Hubraum gut 300 PS leistet und mit rund zehn Liter Verbrauch einen Liter sparsamer sein soll, als der alte T6, den es jedoch im S60 gar nicht gab. Der quer eingebaute R6 bringt es auf 440 Newtonmeter und beschleunigt den S60 T6 in 6,5 Sekunden auf Tempo 100. Begrenzt wird obligatorisch bei 250 Km/h. Ebenso selbstverständlich sind bei dieser Maschine der Allradantrieb sowie die Sechs-Gang-Wandler-Automatik – ein DSG gibt es hier nicht.

Dafür kann beim stärksten Diesel der Allradantrieb geordert werden. Der schnelle D5 setzt auf einen doppelt aufgeladenen Fünf-Zylinder mit 2.400 Kubikzentimeter Hubraum. 205 PS leistet der Sonderling und soll sich mit nur 5,9 Liter Sprit begnügen. Bei 420 Newtonmeter Drehmoment wird jedoch der Frontantrieb des Öfteren an seine Grenzen stoßen, daher auch hier die Empfehlung Allrad.

Abgespeckter Fünf-Zylinder

Galerie: Vorstellung Volvo S60 Eine Nummer kleiner geht es mit dem D3, der ebenfalls zum Markstart zu haben sein soll. Hierbei handelt es sich um einen Zwei-Liter-Diesel, ebenfalls mit fünf Zylindern, was auch hier der Laufkultur zugute kommen wird und in dieser Fahrzeugklasse noch immer eine Sonderstellung hat. 163 PS und ein Drehmoment von 400 Newtonmeter sind hingegen eher üblich. Ausgangsmotor ist der bekannte 2.4 D, bei dem beim D3 jedoch der Hub zugunsten eines niedrigeren Verbrauchs gekappt wurde. Mit 5,2 Liter gehört er jedoch nicht zu den sparsamsten Vertretern in diesem Fahrzeug-Segment.

Zum Jahresende soll dann eine 4,3 Liter sparsame DRIVe-Variante mit 115 PS folgen, die dank 270 Newtonmeter Drehmoment noch immer für ausreichend flotte Fahrleistungen sorgen wird.

Dynamik und Komfort im Einklang

Galerie: Vorstellung Volvo S60 Passend zur fahrdynamischen Auslegung hat Volvo das Corner-Traction-Control entwickelt. Dabei wird in Kurven das innere Rad elektronisch abgebremst und das kurvenäußere Rad sanft beschleunigt. Das bewirkt rein theoretisch ein Reinziehen in die Kehren und damit eine verbesserte Linie und weniger Unter- sowie Übersteuertendenz.

Aber auch bei Geradeausfahrt soll das S60-Fahrwerk deutliche Fortschritte gemacht haben. So gibt es für Europa zwar eine etwas straffere Abstimmung als für den Nord-Amerikanischen- und Asiatischen-Markt, aber dennoch sollen Komfortverwöhnte auf ihre Kosten kommen. Wer mehr Varianz mag, sollte gegen Aufpreis das Four-C genannte Adaptiv-Fahrwerk in verfeinerter Version wählen.

Mehr Platz innen

Galerie: Vorstellung Volvo S60 Damit sich die Insassen jedoch nicht nur beim Überfahren von Unebenheiten freuen, spendierte Volvo den Hinterbänklern drei Zentimeter mehr Kniefreiheit. Zu den Gesamt-Abmessungen gibt es noch keine Angaben, jedoch ist davon auszugehen, dass der elegante Schwede länger wird als der 4,60 Metern messende Vorgänger.

Und die Proportionen stimmen, auch wenn der vordere Überhang recht groß ausfällt. Das ist aber dem Fußgänger-Unfallschutz geschuldet und hier beweist Volvo Mumm. Denn im S60 kommt ein weiterentwickeltes City-Safety-System zum Einsatz, das nicht nur beim Aufprall, sondern schon davor aktiv wird, und den Unfall unter Umständen ganz vermeiden kann. Diese Funktion kann den S60 autark – also ohne Eingriff des Fahrers – vollständig abbremsen. Ein relevanter Punkt, sollte der Fahrer gerade abgelenkt sein.

Volvo S60 Erkennt das System in einer Notsituation eine Person vor dem Fahrzeug, ertönt ein Warngong, wird ein Blinklicht in das Head-Up-Display eingeblendet und die Bremsen werden auf Hab-Acht-Stellung gebracht, damit sie schneller ansprechen. Reagiert der Fahrer dann noch immer nicht, leitet das System automatisch eine Vollbremsung ein. Bis 35 km/h lassen sich somit Kollisionen komplett vermeiden, darüber hinaus wird die Unfallschwere minimiert.

Das Fußgänger-Schutz-System ist derzeit einmalig und festigt Volvos Vorreiter-Stellung in Sachen Sicherheit. Wie viel der S60 und die einzelnen Systeme ab Mitte 2010 kosten werden, wird wohl erst auf dem Anfang März beginnenden Auto Salon Genf mitgeteilt. (mb)

Volvo S60

 
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