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Galerie: Vorstellung VW eUp

Vorstellung: VW eUp

Geht es smarter?

21.03.2013

Der erste vollelektrische Volkswagen und heisst E-Up und kommt im Herbst auf die IAA. Bisher taten sie sich im  VW-Konzern schwer mit der Umsetzung einer Elektrostrategie. Ein Range-Extender im A1 blieb ein Prototyp, dasselbe Schicksal ereilte den Elektro-R8 von Audi der auf Eis gelegt wurde. Der im Versuchsmodell überzeugende PlugIn-Hybrid kommt erst 2014 im A3.

Elektroautos haben es schwer, denn sie eignen sich wegen der limitierten Reichweite fast ausschließlich für die Stadt und im Kleinwagen und bleiben dann trotzdem teuer. Folgerichtig konzentriert man sich in Wolfsburg auf eine kleine Plattform um den E-Antrieb möglichst klein, leicht und kostengünstig zu halten. Die bisher überzeugendsten Konzepte heißen Renault Twizy und Smart und werden, wegen der Beschränkung auf zwei Sitze, von den meisten nicht als vollständiges Auto akzeptiert.

Daten

Galerie: Vorstellung VW eUpIm E-Up werkelt ein 40 kW starker Elektromotor, der im Boost-Modus nochmals 50% mehr Leistung liefert. Für den konventionellen Autofahrer übersetzt sich das in 55 beziehungsweise 82 PS. Diese Leistung soll für eine Topspeed von 135 km/h reichen. Für das Autoquartett auch wichtig: 210 Newtonmeter Drehmoment erlauben eine Sprintzeit von 14 Sekunden (0-100 km/h).

Strom

Galerie: Vorstellung VW eUpDie Lithium-Ionen-Akkus sind Schwerpunktoptimiert im Unterboden platziert. Mit einer Kapazität von knapp 19 kWh sollen sie dem 1.139 Kilogramm schweren Kleinwagen eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern ermöglichen und sind bei Bedarf in 30 Minuten zu 80% geladen. Über den CCS Stecker kann sowohl Gleich- als auch Wechselstrom genutzt werden und macht so unabhängig von Stromquelle und angebotener Ladegeschwindigkeit.

Kosten

Diese Rahmendaten unterstreichen die Positionierung des E-Up als Stadtauto für den gelegentlichen Ausflug ins Grüne. Neben den reinen technischen Daten ist jedoch der Preis das wichtigste Kriterium. Da der E-Up erst ab Herbst bestellbar sein wird, nennt Volkswagen noch keinen Endpreis. Doch eine Schmerzgrenze wird bei etwa 25.000 Euro liegen – der Elektro-Smart von der Konkurrenz aus Stuttgart kostet knapp 24.000 und hat schon ein Jahr Lieferzeit.

Von außen unterscheidet sich der elektrische vom Standard-Up durch die LED-Tagfahrlichter im Stoßfänger und dezente aerodynamische Maßnahmen. Innen bietet er hellgraue Sitze mit blauen Nähten und Chrom- und Lederapplikationen.

 
Fazit
 

Thomas Weiss

Volkswagen hat schon eine Tradition Trends nicht sofort aufzugreifen, sondern erst spät einzugreifen um dann mit Macht an die Spitze zu fahren. Der Tiguan hat das bei den SUV, der Touran bei den Kompaktvans vorgemacht. Bei den Elektroautos verfahren die Strategen um VW-Chef Winterkorn ähnlich: Lange traute man der Sicherheit von Lithium-Ionen Akkus nicht und wusste dass Leichtbau ein Schlüssel zum Erfolg ist. Ein vernünftig motorisierter Kleinwagen wie der jetzt gezeigte E-Up ist also das logische Resultat.

Eine Sache jedoch können die Wolfsburger nur hinter den Kulissen mit der Politik lösen: Dass der Elektro-Fahrer handfeste Vorteile wie die Nutzung von Busspuren oder bevorzugte Parkplätze genießt, wenn er lautlos und abgasfrei durch die Stadt stromert.
 
 

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