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Galerie: Vorstellung Zero Funbike FX

Vorstellung: Zero Funbike FX

Leiser Fahrspaß

23.07.2014

Die Kalifornier wollen es wissen: Zero aus Santa Cruz hat sein elektrisches Funbike FX überarbeitet und bläst zum Angriff auf die etablierten Spaßmotorräder mit Verbrennungsmotor. Bei 9.780 Euro beginnt das elektrische Vergnügen.

Strom-Pionier Zero hat sein Funbike FX umfangreich überarbeitet, unter anderem bietet es jetzt Platz für zwei und die Garantie für die Lithium-Ionen-Akkus wurde auf fünf Jahre oder auf bis zu 80.000 Kilometer erhöht. Die Lebensdauer der Stromspeicher soll zudem bei überwiegendem Stadtverkehr erst nach 127.000 Kilometern bis auf 80 Prozent absinken. Schöne Aussichten für Freunde des elektrischen Bikens, die sich den strombetriebenen Fahrspaß je nach Modell aber auch 9.780 oder 12.160 Euro kosten lassen müssen.

Satte 95 Newtonmeter Drehmoment beim ersten Zucken am Gasgriff – „absoluter Shooting Star“ hätte Hitparade-Moderator Dieter-Thomas Heck einen derart impulsiven Neuling wohl genannt. Die Zero FX aus dem kalifornischen Santa Cruz legt jedenfalls mächtig los. Das gilt bereits für die Version ZF 2.8 mit schwächeren Akkus, deren 2,8 Kilowattstunden im Stadtverkehr für 56 Kilometer Reichweite gut sein sollen. Die stärkere Variante mit 5,7 Kilowattstunden Power an Bord verlangt erst nach 113 urbanen Kilometern nach der nächsten Steckdose.

Nur gut 100 Kilogramm

Den Fahrspaß auf die Spitze treibt das geringe Fahrzeuggewicht von 108 beziehungsweise 127 Kilo je nach Akkugröße, mit denen die 20 kW/27 PS oder 30 kW/44 PS des Permanentmagnetmotors fertig werden müssen – ein Kinderspiel, vor allem angesichts der enormen Schubkraft. Zum Vergleich: Die inoffizielle Benchmark unter den Funbikes, die KTM 690 Duke, wuchtet ihre 70 Newtonmeter Drehmoment nicht sofort wie die Zero, sondern erst bei 5.500 Touren aufs Hinterrad und wiegt vollgetankt immerhin 163 Kilogramm. Gut vorstellbar also, dass die Zero FX für viele Aha-Erlebnisse sorgt, wenn sie mit 4,3 oder im Falle der 5.7-Version sogar in nur 4,0 Sekunden nahezu lautlos bis auf 100 km/h beschleunigt.

Zero hat seinem Spaß-Modell außerdem weitere Verbesserungen verpasst, um mehr Biker als bisher aufs Elektro-Motorrad zu locken. Dazu gehören: eine neue Frontpartie, eine neu gestaltete und bequemere Doppelsitzbank, robustere Gabelbrücken und eine stärkere 43 mm-Upside-Down-Gabel für präziseres Lenkverhalten und höhere Stabilität. Das neue Cockpit liefert zudem mehr Daten als bisher. 240er Bremsscheiben vorne und hinten bringen höhere und besser dosierbare Bremskraft. Für höhere Kurvenstabilität soll neben der neuen Vordergabel eine deutlich steifere Hinterradschwinge sorgen.

Günstig im Unterhalt

Günstig ist der Spaß zunächst nicht. Aber wer Preisvergleiche anstellt, sollte auch die niedrigen Energiekosten berücksichtigen; 100 Kilometer kosten je nach Motor zwischen 60 Cent und 1,20 Euro. Dazu kommt, dass die „Z-Force“-Antriebstechnologie mit gekapseltem Motor, Riemenantrieb und Lithium-Ionen-Akkus fast keine Wartungskosten verursacht. Auf Sicht kann sich ein Elektromotorrad wie die Zero FX also bezahlt machen. Auch spielt die eingeschränkte Reichweite im Segment der Spaß-Motorräder weniger eine Rolle, als etwa bei tourentauglichen Bikes.

Das nahezu geräuschfreie Dahinzischen und -säuseln mit der elektrischen Zero FX vermittelt fast ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Gepaart mit der aktiven Sitzposition und einer gewissen Geländetauglichkeit (unter anderem erhöhte Federwege von 230 mm vorne und 227 mm hinten) taugt das kalifornische Elektrobike zum spaßbetonten Allround-Begleiter für den Alltag sowie für spontane Abstecher ins leichte Gelände. (mg/sp-x)

 
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