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Galerie: Weltpremiere Honda Civic

Weltpremiere: Honda Civic

Die Kompaktflunder

02.08.2005

Endlich: Honda baut wieder einen echten Civic. Der Nachfolger des gesichtslosen Hochdach-Minis startet mit mutigem Design und verblüffend großem Kofferraum. Der Trick: Honda verlegt den Tank einfach in die Fahrzeugmitte. Dadurch entsteht ein 456 Liter großes Gepäckabteil. Die achte Civic-Generation weckt ins uns das, was wir seit dem Honda Civic CRX von 1984 vermisst haben: Begehrlichkeit.

Nur eine Hand voll Journalisten durfte den neuen Honda Civic im europäischen Honda-Designzentrum vor der Premiere auf der IAA im September 2005 vorab sehen. Autoscout24 war dabei. Erster Eindruck: Verdammt mutig, was uns Honda künftig im C-Segment anbieten will. Messerscharfe Kanten, breite Spur, flache Dachlinie: Dieser Civic will in der Emotionsskala ganz nach oben schießen.

Galerie: Weltpremiere Honda CivicDer neue Civic vereint zwei Grund verschiedene Autotypen: Die Sportlichkeit eines BMW 1er mit dem Raumangebot eines VW Touran. Durch die Verlegung des Tanks in die Mitte des Unterbodens kann der neue Civic das Rekord-Ladevolumen von 456 Litern anbieten. Selbst der großzügige Opel Astra hat nur 385 Liter.

Leicht geschrumpft

Galerie: Weltpremiere Honda CivicWas man kaum glauben kann: Der neue Civic ist sogar kürzer und niedriger als das aktuelle Modell. Die Gesamtlänge beträgt jetzt 4.250 mm (35 mm weniger) und die Gesamthöhe 1.460 mm (minus 35 mm). Mit seiner Gesamtbreite von jetzt 1.760 Millimetern ist er gut 45 mm breiter als sein Vorgänger.

Neben dem Tank-Trick hat sich Honda auch noch den Tür-Clou einfallen lassen: Die Fondtüren lassen sich fast bis zum rechten Winkel aufklappen, ähnlich einem Kutschen-Portal. So lässt es sich super hinten superentspannt ein- und aussteigen. Simpel geht auch das Hochklappen der Sitzflächen der Rücksitze von Statten. Der dann entstehende Raum eignet sich bestens für den Transport höherer Gegenstände.

Druckvolle Diesel

Galerie: Weltpremiere Honda CivicWer Honda kennt, der weiß: Turbo-Benziner oder Sechszylinder kommen den Jungs im C-Segment nicht unter die Haube. Die nächste Sportversion wird also wieder ein hoch drehender Vierzylinder (über 8.500/min) sein. Auch der Civic IMA, der künftig Hybrid heißen wird, ist schon in Planung. Vom Start weg wird es den neuen Civic mit drei Motorisierungen geben: Als Basis dient der 1,4-Liter-Benziner mit 83 PS. Dieser neue i-DSI-Motor (intelligent Dual and Sequential Ignition) glänzt mit Dieselverbrauchswerten: Über Land konsumiert der Vierzylinder mit variabler Saugrohrlänge bloß 5,1 Liter Super je 100 Kilometer. Im Schnitt sind es 6,1 Liter.

Galerie: Weltpremiere Honda CivicDie Automatik-Variante mit elektrohydraulischer Kupplung statt Sprit fressendem Wandler kommt sogar auf nur 5,7 Liter. Der 1,8-Liter Benziner bietet mit seinen 140 PS und flexibler Nockenwellenansteuerung Sportwagen typische Fahrleistungen: Der Sprint von Null auf 100 km/h wird in 8,6 Sekunden bewältigt. Highlight ist ohne Zweifel der 2,2-Liter Diesel. Diesen Voll-Alu-Selbstzünder (140 PS) soll es nach einer gewissen Anlaufzeit auch mit Rußpartikelfilter geben. 340 Newtonmeter bei nur 2.000 U/min versprechen Druck in jeder Lebenslage. Der Dieselkonsum ist mit 5,1 Litern je 100 km erfreulich niedrig.

Wenn es nach Honda geht, soll der neue Civic zum sichersten Auto seiner Klasse werden. Beim Euro NCAP-Crashtest hoffen die Ingenieure auf fünf Sterne für die Sicherheit beim Front- und Seitenaufprall, sowie drei Sterne für Fußgängerschutz und vier Sterne für Kindersicherheit - wenn alles klappt. Ein weiteres neues System gewährleistet, dass der Fahrer - etwa bei einem Ausflug mit mehreren Personen - mit einem Blick auf die Multifunktionsanzeige stets darüber informiert ist, ob alle Fond-Insassen angeschnallt sind. Durch die Licht und Regensensoren kann dem Fahrer die manuelle Bedienung abgenommen werden.

Komfortables Fahrwerk

Galerie: Weltpremiere Honda CivicDie bewährte McPherson-Vorderradaufhängung mit hoch montiertem Lenkgetriebe ist mit einer leistungsfähigen, im Gegensatz zum Vorgängermodell nochmals verbesserten, (schneller ansprechenden) elektrischen Servolenkung (EPS) kombiniert. Ein Hilfsrahmen trägt zur Entkopplung und deutlichen Reduzierung von Antriebseinflüssen bei und steigert dadurch den Fahrkomfort. Zudem konnte die Lenkstabilität verbessert werden. Als Hinterachse findet eine auf Fahrkomfort und Fahrsicherheit optimierte Verbundlenkerkonstruktion mit Schraubenfedern und außen angeordneten Stoßdämpfern Verwendung. Insgesamt bietet der Civic ein sportliches aber wohl auch komfortables Fahrwerk mit hoher Fahrsicherheit.

Nun ein echter Fünfsitzer

Galerie: Weltpremiere Honda CivicUnd noch eine gute Nachricht: Dieser Civic hat endlich vernünftige Sitze mit genügend Seitenhalt, einer ausreichend langen Rückenlehne und ordentlich großen, aktiven Kopfstützen. Das Cockpit Marke Käpt´n Kirk liefert alle Informationen digital. Als Alternative zum Head-Up-Display (BMW und Corvette) liegt der Civic-Tacho weit vorne in an der Frontscheibe, so dass der Fahrer seinen Blick nur um acht Grad von der Straße abwenden muss, um die Geschwindigkeit abzulesen. Zu den Preisen wollte Honda noch Nichts sagen. Vermutlich geht´s ab 15.000 Euro los. Elektrische Fensterheber, ESP (heißt bei Honda VSA) und 6-Gang-Schaltgetriebe sind serienmäßig. Kurvenlicht, Glaspanoramadach und Klimaautomatik kosten extra.

Fazit

So haben wir uns den neuen Civic gewünscht: Spannend, stark und vor allem gut durchdacht. Mit seinen vielen Ingenieur-Tricks zeigt er Astra, Golf & Co. die lange Nase. Wer bislang noch nie an Honda dachte, kommt beim neuen Civic tatsächlich ins Grübeln. Wenn ein Honda das Zeug zur Top-Ten in der automobilen Zulassungshitliste hat, dann der neue Civic.

Galerie: Weltpremiere Honda Civic

 
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