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Galerie: Weltpremiere Neuer BMW 7er

Weltpremiere: Neuer BMW 7er

Aus Freude an Technik

11.06.2015

In einem ewigen Dreikampf buhlen Audi, Mercedes-Benz und BMW seit jeher um die Vorherrschaft in der Oberklasse. Mit dem jetzt vorgestellten neuen 7er sind wieder die Münchner an der Reihe, das Ruder zu übernehmen. Und erneut setzen sie die Messlatte wieder ein Stückchen höher - sowohl bei der Kernkompetenz, dem Fahren, als auch bei den technischen Spielereien.

Es ist schon erstaunlich, was sich die Ingenieure immer wieder neues einfallen lassen. Meint man doch mit jeder neuen Auto-Generation, dass nun alles erdenkbare erdacht wäre; und doch kommt ein paar Jahre später wieder eine Neuheit auf den Markt. So auch bei BMWs neuem Flaggschiff, dem 7er, der mit großem Tamtam am Stammsitz des Unternehmens vorgestellt wurde.

Galerie: Weltpremiere Neuer BMW 7er Der gesamte BMW-Vorstand hatte sich den Termin im Kalender freigehalten, schließlich geht es um nicht weniger als den neuen Primus der Oberklasse - zumindest sehen die Münchner ihr Modell ganz klar an der Spitze. Und mindestens bis zum nächsten Facelift der S-Klasse oder der Neuauflage des A8 werden sie damit auch recht behalten, setzt der große BMW doch Maßstäbe in Sachen Leichtbau und IT-Technik.

Deutlich abgespeckt

Erfahrungen mit Gewichtsreduzierung hat BMW bei seinen i-Modellen reichlich gesammelt; vor allem auch im Umgang mit Karbon. Das zahlt sich jetzt aus. Auch beim neuen Siebener kommt der Kohlefaserwerkstoff in der Karosserie zum Einsatz - für den Kunden allerdings nur an einem kleinen Emblem an der B-Säule zu erkennen.

Galerie: Weltpremiere Neuer BMW 7er Auf der Waage macht das zusammen mit weiteren Optimierungen ein Mindergewicht von rund 200 Kilogramm aus; dass beispielsweise der 750i “nur” 130 Kilogramm weniger wiegt als bisher, liegt an zusätzlichen Komfort- und Sicherheitsextras, die Einzug gehalten haben und natürlich wieder Pfunde mitbringen. Trotzdem: 1.725 Kilogramm sind für ein 5,10 Meter langes Auto (mit langem Radstand 5,24 Meter) ein Traumwert; selbst der aktuelle 5er BMW wiegt mehr.

Weiterentwickelt

Optisch hat die Kreativabteilung nach eigenen Aussagen zwar ein komplett neues Auto geschaffen; doch sind die Linien des Vorgängers noch deutlich zu erkennen. Insgesamt wirkt der Wagen jetzt breiter, ohne jedoch tatsächlich gewachsen zu sein. Die Kühlergrill-Niere ist noch größer und die auf Wunsch mit Lasertechnik arbeitenden Scheinwerfer reichen bis an sie heran.

Galerie: Weltpremiere Neuer BMW 7er Am Heck sorgen waagrechte Linien ebenfalls für einen kräftigeren Stand, dazwischen gibt es eine erstaunlich filigrane Seitenlinie, dich mit Chromakzenten aufgewertet wurde. Besonders stolz ist BMWs Chefdesigner Adrian van Hooydonk auf den Hofmeister-Knick, also die gwschwungene Linie des hinteren Fensters, deren Chromeinfassung nun aus einem Stück gefertigt ist. Erstmals gibt es übrigens auch ein M-Sportpaket, dessen Frontschürze mit üppigen Lufteinlässen dem 7er einen deutlich aggressiveren Auftritt verleiht.

Für flinke Finger

Überhaupt wirkt die Verarbeitungsqualität auf den ersten Blick noch einmal deutlich höher als beim Vorgänger. Und auch die im Innenraum verwendeten Materialien können mit dem bisherigen Klassenstandard, der S-Klasse von Mercedes, mithalten. Die Gestaltung des Cockpits ist BMW-typisch fahrerorientiert. Hinter dem Lenkrad und auf der Mittelkonsole gibt es große Displays, letzteres arbeitet erstmals mit Touch-Technik: Neben dem iDrive-Drehknubbel und der Sprachbedienung lässt sich das umfangreiche Infotainmentsystem nun auch per Finger bedienen.

Galerie: Weltpremiere Neuer BMW 7er Noch faszinierender ist aber die neue Gestensteuerung, eine Weltneuheit im Automobil: Wer das System ordert, kann mit dem Finger, auf Höhe des Schalthebels, in der Luft kreisen und damit das Radio lauter und leiser drehen. Auf ähnliche Weise lassen sich Anrufe annehmen und ablehnen und es gibt eine extra Geste für eine vom Fahrer zu definierende Aktion, zum Beispiel das Verdunkel des Bildschirms oder der Befehl, für das Navi, den Heimweg zu suchen.

Einparken per Fernbedienung

Überhaupt sind es die technischen Spielereien, die dem neuen 7er zu etwas besonderen machen. Seien es die in die B-Säule integrierten Ambienteleuchten für den Fond, die Sitz- und Lüftungsverstellung in der zweiten Reihe per herausnehmbaren Tablet oder der neue Displayschlüssel, der dem Fahrer auch außerhalb des Autos Infos wie die aktuelle Reichweite liefert. Außerdem ist der neue, natürlich extra zu bezahlende, Schlüssel dem wahrsten Wortsinn nach der Schlüssel zu einem weiteren Highlight.

Galerie: Weltpremiere Neuer BMW 7er Der neue 7er lässt sich nämlich von außen ferngesteuert in die Parklücke oder Garage schieben und wieder herausholen. Der Fahrer braucht die Limousine nur vor dem Parkplatz abstellen und drückt nach dem Aussteigen auf dem Display des Schlüssels den Einparkknopf, schon rollt der BMW gemütlich vor- oder rückwärts; natürlich nicht ohne dabei selbst das gesamte Umfeld zu beobachten und im Notfall stehen zu bleiben. Links und rechts reichen dem 7er gerade mal je zehn Zentimeter Platz, also deutlich weniger, als der Fahrer zum Aussteigen benötigen würde.

Leichtfüßig und sparsam

Abgesehen von den ganzen Neuheiten haben natürlich auch die Motoren- und Fahrwerksingenieure ihre Arbeit gemacht. Erstmals bietet BMW die Hinterachslenkung jetzt auch mit Allradantrieb an, außerdem soll der neue 7er die Straße noch feinfühliger abtasten und je nach Fahrerwunsch größtmöglichen Komfort oder Dynamik an den Tag legen; die serienmäßige Luftfederung und das adaptive Fahrwerk sind die Basis dafür. Vor allem der Fahrdynamik kommt freilich auch das geringere Gewicht zu Gute, dass den 7er leichtfüßiger denn je machen soll.

Galerie: Weltpremiere Neuer BMW 7er Und auch die Motoren freut es, dass sie weniger Masse zu schleppen haben, was sich im Verbrauch bemerkbar macht. Spitzenreiter ist der 730d, der stattliche 265 PS entwickelt aber im Schnitt nur 4,5 Liter konsumieren soll - selbst wenn in der Praxis daraus sechs Liter werden ist das die neue Referenz in der Oberklasse. Der neu entwickelte Reihensechszylinder hat wie sein Benzinbruder drei Liter Hubraum, allerdings darf sich der Ottomotor 740i nennen; der kommt auf 326 PS und einen Verbrauch von 6,6 Liter. Topmodell ist zunächst der 4,4-Liter-V8 im 750i, der auch im X5 werkelt, und 450 PS bereit stellt.

Mindestens 81.900 Euro

Auch der angekündigte Hybridantrieb ist aus dem X5 bekannt, allerdings leistet die Kombination aus Vierzylinderbenziner und E-Motor im 740e mit 326 PS etwas mehr als im SUV. Allerdings steht der Doppelherzantrieb, der rund 40 Kilometer rein elektrisch zurück legen soll und damit rechnerisch auf den ersten 100 Kilometern nur 2,1 Liter Benzin verbrennt, zu Beginn (Marktstart ist am 24. Oktober 2015) noch nicht in der Preisliste; er kommt Mitte 2016. Noch Ende 2015 will BMW einen weiteren Diesel bringen, den 740d mit 320 PS.

Galerie: Weltpremiere Neuer BMW 7er Die startet mit 81.900 Euro für den heckgetriebenen 730d, als Allradmodell kostet er 85.300 Euro und der lange Radstand schlägt, wie bei allen Motoren, mit rund 6.000 Euro extra zu Buche. Für den 740i ruft BMW mindestens 87.600 Euro auf, der V8 im 750i kostet 107.500 Euro; er ist ebenfalls mit Vierradantrieb zu haben, für 112.700 Euro. Was der Hybrid kosten wird, ist noch nicht bekannt, der 740d soll 92.800 Euro teuer sein, dafür aber serienmäßig mit Allradantrieb kommen.

 
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